Mein tägliches Date mit mir selbst

Resilienz, was ist das? Und, was soll ich tun, um resilient durchs Leben zu gehen?

Die gute Nachricht, Sie müssen nicht viel tun, im Gegenteil, „less is more“ macht auch im Resilienztraining Sinn. Es geht nicht darum, noch mehr zu tun. Das Resilienztraining soll vielmehr eine neue Perspektive und damit eine andere Haltung zum eigenen Leben entwickeln helfen. Mit dem Blick auf „Was macht mich stark“ „Was tut mir gut?“ sind die Anker gesetzt, auf die wir auch zurückgreifen können, wenn es mal nicht so ruhig läuft.

Die Idee hinter der Resilienz

Gut vertraut mit den eigenen Ressourcen, lassen sich Aufs und Abs, Krisen, Misserfolgen oder Rückschlägen leichter bewältigen. Mehr noch, stürmische Zeiten können als Herausforderungen des Lebens gesehen werden, die Neues eröffnen. 

Die innere Stärke und seelische Widerstandskraft, wie Resilienz im Fachjargon heißt, ist zum Teil angeboren, kann aber auch im Erwachsenenalter gefördert und Schritt für Schritt geübt werden. Um gelassen seinen Weg zu gehen, gibt es nicht viel zu tun. Es geht mehr um die Bereitschaft, immer wieder in sich hineinzuhorchen und sich dadurch besser kennenzulernen. „Zeit für mich“, klingt doch eigentlich ganz gut, oder?

ACHTsam mit sich und der Welt

Mit der Resilienz ist es wie mit dem Glück: Ein bisschen bekommt jeder als Geschenk mit auf den Weg, den Rest, das entscheidende „Mehr“, muss sich jeder selbst erarbeiten“. (Jutta Heller, 7 Schlüssel für mehr innere Stärke.)

Das Resilienztraining schöpft aus 30-jähriger Forschung und vereinigt viele Elemente, die Sie vielleicht schon kennen: Salutogenese, positives Denken, Achtsamkeitstraining, Entspannungstechniken oder Visionsarbeit, Scheitern als Chance oder Viktor Frankls Ansatz „Healing through Meaning“. Das Neue ist der Fokus auf das ganzheitliche Zusammenspiel der Resilienz-Faktoren. Ganz wesentlich ist der Blick auf das, was stark macht, anstatt das zu analysieren, was einen Menschen herunterzieht und schwächt. Wenn es auch theoretisch klingen mag, Resilienztraining gibt Impulse, BEWUSST ZU SEIN. Es vermittelt Anstöße, das eigene Reservoir an Kräften zu entdecken und das eigene „innere Team“ aufzuspüren und damit zu erkennen und – ganz wichtig – zu akzeptieren, wie ich so ticke.

Dieses Spüren und Wissen um die eigene innere Kraft macht gelassener und wird oft auch als „seelisches Pflaster“ bezeichnet, das äußere Irritationen leicht abprallen lässt und uns schützt. Therapeut und Autor Michael Lehofer formuliert diese tiefe Verbundenheit zum Selbst so: „Kein Mensch verbringt so viel Zeit mit uns, wie wir selbst. Daher ist es nicht ganz unbedeutend, welches Verhältnis, wir zu uns selbst haben. Es hat keinen Sinn, sich den Herausforderungen des Lebens zustellen und sich dabei zu vergessen.“ In seinem Buch „MIT MIR SEIN“ schreibt er über die „Selbstliebe als Basis für Begegnung und Beziehung“. Es ist eine Ermutigung, die eigene Identität zu stärken, in dem die Wertschätzung der eigenen Person geübt wird .

Get connected, dazu ruft das Resilienztraining auf!

Auf diesem Blog möchte ich die diversen Aspekte, die zur Resilienz beitragen, auf unterschiedlichste Weise vorstellen. Ein kleines Panoptikum soll die sieben Säulen der Resilienz in kleinen Häppchen veranschaulichen und Schritt für Schritt ein Bild von der Wirkung und Bedeutung des Themas zeichnen. Es ist eine sehr persönliche Auswahl an Personen, Themen und Bildern, die mir im Laufe der Zeit selbst Denkanstöße gegeben haben. Diese Inspirationen möchte ich gerne teilen und hier weitergeben.

Die Zahl ACHT steht hier für ebendiese BetrACHTung der Welt:

„Dich, mich, (die Welt) betrACHTen
– sACHTe und bestimmt, von innen und vom Außen.
Manchmal in ACHT Fragen.
Dabei mit BedACHT manches verwerfen,
manches gewinnen.
Das mACHT was mit uns, das soll
die wertvolle FrACHT dieses Blogs sein.“ (@Veronika Seethaler)

Das mACHT die ACHT

Die Zahl Acht ist hier eine kleine Wort-Spielerei mit Mehrwert, denn die Zahl hat viele Bedeutungen, die auch zum Thema Resilienz gut passen. So werden Harmonie, Balance zwischen Geben und Nehmen, das weise Handeln und auch der innere Haltund das innere Gleichgewicht mit der Acht in Verbindung gebracht. Die liegende Acht ist die Zahl der Unendlichkeit. Kraft, Ausdauer und eine große Portion Kreativität werden ebenso der Zahl Acht zugeordnet, in China ist Acht sogar eine echte Glückszahl. Die Acht mACHT also GLÜCKLICH, ließe sich salopp sagen, oder begleitet Menschen am Weg dorthin. Und das könnte auch ganz vereinfachtdas Ziel des Resilienztrainings sein: eine Wegbegleitung zu einer inneren Zufriedenheit. Denn zufriedene Menschen, oder Menschen im Flow, wie heute viele dazu sagen, wirft nichts so schnell aus der Bahn, sie sind richtige „Stehaufmännchen“, die auf ihre innere Kraft vertrauen und ganz einfach „im Fluss“ sind.